Fuhrpark und Mobilität
Stuttgart - 12.12.2019
Daimler AG

Im Transformationsprozess hin zur Elektromobilität geht Mercedes-Benz Cars einen weiteren wichtigen Schritt in die Zukunft

Nach intensiven Verhandlungen haben sich Unternehmensleitung und Betriebsrat des Mercedes-Benz Werks Untertürkheim geeinigt: Das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim wird künftig Teile des elektrischen Antriebsstrangs (eATS) fertigen und montieren.

Die Produktion des eATS ist ein Bekenntnis zum Mercedes-Benz Traditionsstandort Untertürkheim und ein zukunftweisendes Signal für die Beschäftigten. Zugleich haben sich Unternehmens- und Arbeitnehmerseite auf Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit verständigt. „Für die Unternehmensleitung war es von Beginn an ein großes Anliegen, den eATS mit unserer Untertürkheimer Mannschaft zu produzieren – Voraussetzung hierfür waren langfristige Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Ich freue mich, dass wir uns nach intensiven Gesprächen mit dem Betriebsrat auf zukunftsfähige Rahmenbedingungen einigen konnten. Den eATS im Mercedes-Benz Werk Untertürkheim zu produzieren, ist die konsequente Weiterführung unserer Transformation im Neckartal“, sagt Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und Standortverantwortlicher des Mercedes-Benz Werks Untertürkheim. „Für den Betriebsrat stand die langfristige Zukunftsfähigkeit unseres Standorts von Anfang an im Fokus. Wir haben weder eine reine Zahlendiskussion, noch einen Eingriff in tarifliche Regelungen zugelassen. Mit dem elektrischen Antriebsstrang ist uns ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Zukunft gelungen. In Kombination mit den Verbrennungsmotoren, der Batteriefabrik und der Brennstoffzelle sind wir breit aufgestellt und haben alle Antriebstechnologien in Untertürkheim verankert, um auch in Zukunft Daimlers Leitwerk und Kompetenzzentrum für Antriebstechnologien zu bleiben“, sagt Michael Häberle, Betriebsratsvorsitzender des Mercedes-Benz Werks Untertürkheim.

Das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim wird Produktionsstandort des elektrischen Antriebsstrangs (eATS) im globalen Powertrain-Produktionsverbund von Mercedes-Benz Cars. Unternehmensleitung und Betriebsrat haben gemeinsam ein Maßnahmenpaket vereinbart. Dies umfasst definierte Produktionsumfänge des eATS sowie auch Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Produktion. Das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim sieht sich als flexibler Partner für die Mercedes-Benz Pkw-Werke, die Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ produzieren.

Als eATS wird das Antriebsaggregat von Elektrofahrzeugen bezeichnet. Der eATS besteht im Wesentlichen aus drei Subsystemen: aus einem Elektromotor, einer Leistungselektronik und dem Getriebeteil zur Kraftübertragung. Der kraftübertragende Radsatz und weitere Komponenten wie die elektrohydraulische Steuerung werden künftig in Untertürkheim gefertigt. Die Montage der genannten Bauteile zu einem Gesamtsystem findet ebenfalls im Mercedes-Benz Werk Untertürkheim statt.

Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit stehen im Fokus der Vereinbarung

„Für die Unternehmensleitung war es von Beginn an ein großes Anliegen, den eATS mit unserer Untertürkheimer Mannschaft zu produzieren –Voraussetzung hierfür waren langfristige Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Ich freue mich, dass wir uns nach intensiven Gesprächen mit dem Betriebsrat auf zukunftsfähige Rahmenbedingungen einigen konnten. Den eATS im Mercedes-Benz Werk Untertürkheim zu produzieren, ist die konsequente Weiterführung unserer Transformation im Neckartal“, sagt Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und Standortverantwortlicher des Mercedes-Benz Werks Untertürkheim.

Unternehmen und Betriebsrat sind sich einig, dass am Mercedes-Benz Standort Untertürkheim die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind, um die Produktion von Teilen des elektrischen Antriebsstrangs und dessen Montage wirtschaftlich und wettbewerbsfähig umzusetzen. Darüber hinaus haben die vereinbarten Maßnahmen das Ziel, einerseits noch flexibler auf die Veränderungen des Marktes reagieren zu können und andererseits das Werk Untertürkheim als wettbewerbsfähigen Standort auch für die Elektromobilität weiter auszubauen. Anpassungen bei der betrieblichen Arbeitsorganisation sind ein wesentlicher Stellhebel zur Erreichung dieser Voraussetzungen. Diese beinhalten beispielsweise eine Plattform zur Flexibilisierung des Personaleinsatzes, auf die sich die Beschäftigten künftig bewerben können.

„Für den Betriebsrat stand die langfristige Zukunftsfähigkeit unseres Standorts von Anfang an im Fokus. Wir haben weder eine reine Zahlendiskussion, noch einen Eingriff in tarifliche Regelungen zugelassen. Mit dem elektrischen Antriebsstrang ist uns ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Zukunft gelungen. In Kombination mit den Verbrennungsmotoren, der Batteriefabrik und der Brennstoffzelle sind wir breit aufgestellt und haben alle Antriebstechnologien in Untertürkheim verankert, um auch in Zukunft Daimlers Leitwerk und Kompetenzzentrum für Antriebstechnologien zu bleiben“, sagt Michael Häberle, Betriebsratsvorsitzender des Mercedes-Benz Werks Untertürkheim.

Entwicklung des Standorts Untertürkheim schreitet kontinuierlich voran

Die Transformation am Mercedes-Benz Standorts Untertürkheim ist weiterhin in vollem Gange:

  • Bereits 2017 wurde die Produktion der elektrifizierten Achsen für Elektrofahrzeuge von der Kompakt- bis zur Ober- und Luxus-Klasse der Produkt- und Technologiemarke EQ am Standort Untertürkheim vereinbart. Seit 2017 besteht im Mercedes-Benz Werk Untertürkheim zum Beispiel das „Projekthaus eATS“. Hier wurde das entsprechende Know-how für die nächste Generation eines elektronischen Antriebstrangs (eATS) generiert. Außerdem werden im „E-Technikum“ unter anderem Prototypen für den elektrischen Antrieb aufgebaut.
  • Das Werk Untertürkheim verantwortet auch seit Jahresbeginn 2019 die Batterie-Anlauffabrik. Diese bildet die Brücke zwischen Entwicklung und Serienproduktion.
    Im Werksteil Hedelfingen am Standort Untertürkheim entsteht eine Batteriefabrik.
  • Im Werksteil Brühl bei Esslingen entsteht eine zweite Batteriefabrik. Hier wird Mercedes-Benz Cars Anfang der nächsten Dekade auf 12.000 Quadratmetern mit der CO2-neutralen Produktion starten.
  • Da bei der Batterie-Produktion höchste Präzision und Fachwissen nötig ist, werden alle Mitarbeiter, die künftig in der Batteriemontage arbeiten, im Bereich Hochvolt-Technologie geschult. Darüber hinaus qualifizieren sie sich in der Anlauffabrik für Batterien am Standort Untertürkheim.

Über das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim

Das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim hat eine 115-jährige Tradition, ist der größte Standort im weltweiten Powertrain-Produktionsverbund und Sitz der Daimler Konzernzentrale. Mit seinen über 19.000 Mitarbeitern produziert das Werk Motoren, Achsen, Getriebe und Komponenten. Das Traditionswerk ist Hightech-Standort und Kompetenzzentrum für hocheffiziente Motoren, Hybridantriebe und die Produktion von Brennstoffzellen-Systemen. Hier befindet sich auch der Bereich Forschung und Entwicklung mit einer Teststrecke zur Fahrzeugerprobung. Das Werk besteht aus insgesamt sechs Werksteilen. Während in Untertürkheim und Bad Cannstatt Motoren gefertigt werden und hier auch die Schmiede angesiedelt ist, erfolgt die Getriebeproduktion in Hedelfingen. In Mettingen befinden sich Achsenproduktion sowie die Gießerei. Die Ausbildung hat ihren Sitz in Brühl, die flexible Fertigung ist in Esslingen an der Sirnauer Brücke.

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