Klimawandel, Lärmschutz, Nachhaltigkeit
Wuppertal - 06.12.2019

Einen aktuellen Klimaschutzbericht legt die Koordinierungsstelle Klimaschutz jetzt dem Umweltausschuss vor.

Darin ist aufgelistet, wie der Sachstand bei der Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes ist und welche Grundlagen hierzu in den vergangenen Jahren erarbeitet wurden.

Zu dem Konzept gehört auch das Thema „Anpassung an den Klimawandel“. In dem Bericht wird deutlich, dass Wuppertal sich schon seit langem um das Thema Klima kümmert – zum Beispiel im Rahmen des Konzeptes „Low Carbon City“ oder als Modellkommune mit einem Konzept zur Erhöhung des Anteils der Kraft-Wärme-Kopplung. Beide Themen werden seit 2013 angegangen – das Feld der Kraft-Wärme-Kopplung wurde 2017 bis 2019 noch einmal durch eine Veranstaltungsreihe für Handwerker und Ingenieure intensiviert.

Auch Projekte wie das betriebliche Mobilitätsmanagement im Bergischen Städtedreieck mit unter anderem einer Erreichbarkeitsanalyse und einer Befragung der städtischen Mitarbeiter zu Mobilität gehören zu den bereits begonnenen Aktivitäten zum Klimaschutz. Bereits erarbeitet wurde ein Konzept zur City-Logistik, mit dem Kurier- und Paketdienste klimafreundlicher organisiert werden sollen. Mit Priorität sollen Maßnahmen zum Thema „Microdepot und Lastenräder“ angestoßen werden. Ebenfalls auf der „Haben“-Seite für den Klimaschutz ist das aktuell laufende Projekt „Kurze Wege“ in der Elberfelder Nordstadt. Hier wurden der kostenlose Pedelec-Verleih, eine Mobilstation und Carsharing bereits auf den Weg gebracht.

Infos für die Bürger stellt die Koordinierungsstelle Klimaschutz online zur Verfügung. Hier sollen, so die Planungen, in Zukunft Karten bereitgestellt werden, die den Nutzern mit hohem Ortsbezug zeigen, wie ihr Wohnort aktuell und in Zukunft von Hitze betroffen ist und welche Möglichkeiten Elektromobilität bietet – also zum Beispiel per Pedelec-Verleih oder Ladestationen.

Stadt Wuppertal ist seit 27 Jahren Mitglied im Klimabündnis

Die Ziele des Konzeptes, so erläutert Andrea Stamm von der Koordinierungsstelle Klimaschutz, sind durch Mitgliedschaften der Stadt sowie nationale und internationale Vorgaben definiert. Wuppertal orientiert sich an den Zielen von einer „Low Carbon City“ und „Resilient City“ und ist bereits seit 27 Jahren Mitglied im Klimabündnis. Diese Vorgaben und Ziele fließen bei der Erstellung des neuen Klimaschutzkonzeptes ebenso mit ein wie Ideen und Wünsche der Bürger. Auf großes Interesse stieß sowohl die Eröffnungsveranstaltung zum Klimaschutzkonzept im Mai als auch die Zwischenpräsentation Ende Oktober. Insgesamt neun Workshops und Fachgespräche zu unterschiedlichen Themen boten seit Juni Interessierten die Gelegenheit, sich an der Diskussion um den Klimaschutz zu beteiligen.

Noch zu leisten ist von der Verwaltung die weitere Konzepterstellung und vor allem ein Vorschlag zu konkreten Maßnahmen, die die im Klimaschutzkonzept aufgestellten Arbeitsfelder mit Leben füllen sollen. Innerhalb von drei Jahren sollen diese Maßnahmen von Klimamanagern umgesetzt und auf deren Wirksamkeit durch Controlling überprüft werden. Das Maßnahmenprogramm des Klimaschutzkonzepts soll im Frühjahr 2020 vorgestellt werden.

"Bürger unterstützen mit ihren Ideen unsere Arbeit"

„Wir haben uns mit dem Klimaschutzkonzept viel vorgenommen – ich bin aber davon überzeugt, dass sich diese Arbeit lohnt: Wir wollen ja auch in Zukunft in Wuppertal noch gesund und gut leben können. Das große Interesse an den Veranstaltungen hat auch gezeigt, dass die Bürger das genauso sehen und uns gerne mit ihren Ideen bei der Arbeit unterstützen“, sagt Oberbürgermeister Andreas Mucke.

Auch Frank Meyer, Dezernent für Stadtentwicklung, Bauen, Verkehr und Umwelt, wertet die Bürgerbeteiligung beim Thema Klimaschutzkonzept als besonders wertvoll: „Die Netzwerke von Experten und Bürgern sind uns wichtig. Es ist höchste Zeit, dass wir handeln – darauf machen uns die Experten eindringlich aufmerksam. Was wir alles alltagspraktisch umsetzen können – das sagen uns die Bürgerinnen und Bürger in den Beteiligungsformaten. Dafür herzlichen Dank!“

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