Grünflächenpflege, Boden- und Landschaftsschutz
Stuttgart - 08.11.2019

Einweihung der neuen Informationstafeln am Freitag, 8. November 2019

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat für die Besucherinnen und Besucher anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Naturschutzgebiets Dellenhäule zwei neue Informationstafeln erstellen lassen.

Gemeinsam mit Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler wurden diese Informationstafeln heute eingeweiht und das 50-jährige Jubiläum gefeiert. Ziel der Informationstafeln ist es, Interessierte vor Ort über die Besonderheiten des Naturschutzgebietes zu informieren. Die erste Tafel bietet einen Überblick über Lebensräume, Nutzungsgeschichte, Pflanzen und Tiere des Dellenhäules, einem Naturschutzgebiet mit einer der schönsten Wacholderheiden der Ostalb. Die zweite Tafel stellt die sogenannte Ameisenstadt vor, eine der größten Mitteleuropas.

Allgemeine Informationstafel zum Naturschutzgebiet:

„Willkommen im Naturschutzgebiet Dellenhäule“ steht über der allgemein gehaltenen Informationstafel, die Besucherinnen und Besucher direkt am Wanderparkplatz an der kleinen Straße von Beuren nach Elchingen empfängt. Nur wenige Schritte und man steht mitten im Naturschutzgebiet unter ausladenden, knorrigen Eichen. Hudewald wird ein solcher lichter Wald genannt, lehrt die Tafel, da hier früher Vieh weidete und gehütet wurde. Weiter auf dem romantischen Pfad machen die Eichen nach und nach Wacholderbüschen Platz. Eine Wacholderheide breitet sich vor den Augen der Besucherinnen und Besucher aus. Sie ist durch jahrhundertelange Beweidung, vor allem mit Schafen, entstanden. Diese offene Landschaft beherbergt eine Vielzahl von Tierarten: 23 Ameisen- und 14 Heuschreckenarten sind darunter. Damit die Natur so vielfältig bleibt, fördert das Land Baden-Württemberg die Landschaftspflege. Mindestens zweimal jährlich zieht eine Schafherde mit ein paar Ziegen durch das Naturschutzgebiet und frisst das Gras ab. Für die Ameisenhügel stellt das keine Beeinträchtigung dar.

Informationstafel zur Ameisenstadt:

Eine Ameisenstadt aus hunderten von Ameisenhügeln ist im Dellenhäule auf einer nicht gedüngten und nicht gemähten, jedoch beweideten Fläche entstanden. Auf der Informationstafel erfährt man, dass die Gelbe Wiesenameise sich hier schon vor 130 Jahren auf einem früheren Acker niedergelassen hat. Sie baut mehrstöckige Hügelnester, die bis zu einem halben Meter hoch sind. Diese Hügel bestehen aus staubfeiner Erde und sind von zahlreichen feinen Gängen durchzogen. Ein Bewuchs aus Gräsern und Kräutern macht sie sehr stabil. Eine Grafik auf der neuen Informationstafel zeigt, wie ein Ameisenhügel von innen aussieht und wie die Ameisen dort leben und ihre Jungen aufziehen.

Hintergrundinformationen:

Besucherinformation und -lenkung in Schutzgebieten sind ein wichtiger Beitrag der Öffentlichkeitsarbeit des Regierungspräsidiums Stuttgart. In rund 80 der 259 Naturschutzgebiete des Regierungsbezirks hat die Behörde daher Informationstafeln aufgestellt, die erklären, warum hier Naturschutzgebiete sind und was es zu sehen gibt. Damit soll Interesse geweckt, Wissen vertieft und Verständnis für den Naturschutz gefördert werden. Im Dellenhäule kommen viele Wanderer vorbei, die sich an der schönen Landschaft freuen. Diese sollen aber auch erfahren, was hinter dem Naturschutzgebiet steckt. Ist es ein Zufall, dass gerade hier der Rotleibige Grashüpfer zu Hause ist? Und dass die Gelbe Wiesenameise hier eine ihrer größten Siedlungen angelegt hat? Im Übrigen sollen Ausflügler aber auch auf die richtigen Wege gelenkt werden und wissen, was in Naturschutzgebieten erlaubt ist und was nicht.

Hinweise für Besucherinnen und Besucher: Das Naturschutzgebiet Dellenhäule liegt auf dem Härtsfeld, zwölf Kilometer östlich von Aalen. Südlich von Beuren befindet sich auf der Straße nach Elchingen rechterhand ein Wanderparkplatz. Dort stehen die neuen Informationstafeln. Nur wenige Schritte sind es ins Naturschutzgebiet. Ein Grasweg führt erst durch den Eichen-Hudewald, dann über die Wacholderheide. Den besten Blick auf die Ameisenstadt hat man vom Feldweg, der unterhalb des Naturschutzgebiets im Ebnater Tal verläuft. Bitte bleiben Sie im Naturschutzgebiet auf den Wegen und Pfaden. Es darf nicht gelagert und kein Feuer gemacht werden. Beim Wanderparkplatz ist eine Grillstelle eingerichtet.

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Regierungspräsidium Stuttgart