Pressemitteilung
Mannheim - 19.07.2019
Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.

Auf der Fahrt in den Sommerurlaub wird durch die Beimischung von Biodiesel zu fossilem Kraftstoff der Treibhausgasausstoß deutlich gesenkt.

Die Firma Bunge stellt in Mannheim Biodiesel aus Rapsöl her, der im Vergleich zu fossilem Diesel mindestens 65 Prozent weniger Treibhausgase emittiert. Anlässlich seines heutigen Werksbesuchs bei Bunge sagte der Mannheimer Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel (CDU):

„Biokraftstoffe sind mit ihren hohen Treibhausgaseinsparungen ein wichtiger Baustein der Energiewende im Verkehr. Durch die regionale Wertschöpfung stärken sie die lokale Wirtschaft. Ölmühle und Biodieselanlage sind wichtige Arbeitgeber in Mannheim. Deshalb informiere ich mich bei meinem Ortstermin über die aktuellen Anliegen der Industrie und greife sie in meiner parlamentarischen Arbeit auf.“

Die Biodieselproduktion aus Raps erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst werden die Rapssaaten in einer Ölmühle verarbeitet. Dabei entstehen zu etwa 43 Prozent Rapsöl, das als Nahrungsmittel bzw. als Rohstoff für die Biodieselherstellung dient. Die übrigen 57 Prozent sind Rapsschrot, das wertvolles Eiweiß enthält. Die Landwirte nutzen es in der Fütterung, beispielsweise von Milchkühen. „In Deutschland besteht eine so genannte Eiweißlücke. Mehr als zwei Drittel des Bedarfes an Eiweißfuttermitteln müssen aus Importen gedeckt werden, da heimische Quellen nicht ausreichen. Die Herstellung von Rapsöl und Rapsbiodiesel bewirkt somit einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit heimischen Eiweißfuttermitteln“, sagte Dr. Gerhard Brankatschk, stellvertretender Geschäftsführer beim OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland.

Bei der Produktion von Biodiesel aus Rapsöl fällt ein weiteres Kuppelprodukt an: Glycerin, das zum Beispiel in Zahnpasta, Shampoo oder in der Pharmaindustrie Verwendung findet. „Bis vor einigen Jahren setzten deutsche Chemieunternehmen fast ausschließlich Glycerin ein, das aus Erdölraffinerien stammte. Heutzutage versorgt die Biodieselindustrie diese Unternehmen mit Glycerin aus pflanzlichem Ursprung“, sagte Wolf-Dietrich Kindt vom Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB).

Mannheim ist als Standort für die Biodieselherstellung sehr gut geeignet. Zum einen kommt Raps direkt aus der Region. Zusätzlich können Ölmühle und Biodieselanlage über den Rhein mit Rohstoff versorgt werden. Über diesen Weg findet auch der Absatz der Endprodukte statt. „Die Biodieselhersteller zeigen mit ihren durchdachten Verfahren, wie eine integrierte, vollständige Nutzung der Rohstoffe funktionieren kann. Damit sind sie ein wichtiger Teil der nachhaltigen Bioökonomie. Die Biokraftstoffproduktion ist damit Vorreiter bei der Aufgabe, den Einsatz fossiler Rohstoffe in der deutschen Wirtschaft zu reduzieren“, sagte Löbel.

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