Klimawandel, Lärmschutz, Nachhaltigkeit
Bonn - 20.06.2019
Foto; Böschemeyer/Stadtwerke Bonn

Multiplikatoren für mehr Umweltschutz

„Klimabotschafter“ schallte es am Mittwoch, 19. Juni, laut durch das Atrium der Robert-Koch-Grundschule. Damit riefen die Drittklässler der Schule begeistert lauthals heraus, wozu sie gerade offiziell von Bürgermeisterin Gabriele Klingmüller ernannt worden: zu „Bonner Klimabotschaftern“.

So darf sich nennen, wer erfolgreich den BONNi-&-BO-Klimaführerschein der Stiftung Bonner Klimabotschafter abgelegt hat. Ein einzigartiges und preisgekröntes Umwelterziehungsprojekt, das die Stadtwerke Bonn seit seinem Beginn 2012 finanziell und ideell unterstützen.

Die Kinder der Pennenfelder Gemeinschaftsgrundschule bekamen stellvertretend für die insgesamt 2081 Bonner Kinder von 34 Grundschulen, die 2019 am einmonatigen Schulprojekt teilgenommen haben, ihren BONNi-&-BO-Klimaführerschein und wurden damit zu den wohl jüngsten Multiplikatoren Bonns für klimafreundliches Verhalten.

„Ihr wisst mehr vom Klimaschutz als mancher Großer“

Überreicht wurde ihnen der Führerschein von Bürgermeisterin Klingmüller, dem Comiczeichner Özi, der Schöpfer des Bonner Löwen BONNi und seines Eisbärenfreundes BO ist, sowie von SWB-Mitarbeiterin Sabrina Winter. „Ihr seid die beste Klima-Unterstützung, die sich unsere Stadt wünschen kann. Ich möchte Euch darin bestärken, den Mund aufzumachen. Lasst Euch nicht beirren! Ihr seid nicht zu klein dazu, Ihr wisst mehr vom Klimaschutz als mancher Großer“, so Klingmüller, die auch den Initiatoren und Förderer dankte. „Wir freuen uns, dass wir Euch bei Eurem Projekt unterstützen können. Denn Klimaschutz ist ein Thema, das auch unser Unternehmen sehr bewegt“, sagte Sabrina Winter zu den Kindern.

Einen Monat lang war Umweltschutz Unterrichtsthema

Özi erklärte den Kindern, dass der scheckkartengroße Führerschein aus umweltfreundlicher Maisstärke hergestellt wurde, nicht aus Plastik. „Er ist also biologisch abbaubar. Jetzt wisst Ihr ja, was das heißt, oder?“, fragte er die Kinder. „Er verwest in der Natur“, kam da auch die prompte Antwort von Iven. „Genau, er liegt nicht bis zu 400 Jahre draußen herum, wenn Ihr in mal verliert. Aber Ihr verliert ihn ja nicht“, so Özi weiter. Auf keinen Fall, waren sich die Kinder einig. Schließlich haben die 3a und die 3b mit ihren Klassenlehrerinnen Mirjam Löhr und Laura Nachtigal einen Monat lang auf den großen Tag der Übergabe hingearbeitet.

10.800 BONNi-&-BO-Klimabotschafter seit 2012

Durch die eigenständige Bearbeitung der 38 Fragen und Aufgaben im Arbeitsheft haben die Kinder spielerisch gelernt, wie sie sich in ihrem Umfeld aktiv für den Schutz des Klimas einsetzen können. So sollten sie zum Beispiel auf dem Schulweg Solarzellen auf Hausdächern zählen, zu Hause überflüssige Elektrogeräte wie elektrische Pfeffermühlen ausfindig machen, eine Woche lang weniger Fleisch und Wurst essen oder messen, wie viele Liter Wasser in zehn Sekunden aus dem Wasserhahn laufen. Zusätzlich enthielt das Arbeitsheft wichtige Informationen zu den Themenfeldern Klima, Strom, Recycling, Transport, Ernährung, Heizen und Wasser, durch die die Kinder Löwe BONNi und Eisbär BO aus Özis Feder begleiten. „Der Klimaführerschein hat Spaß gemacht. Es ist schön, dass wir jetzt wissen, dass die Umwelt wichtig für uns ist. Wir passen jetzt mehr auf, weil wir wissen, worum es für uns alle geht“, meinte Maja (9) aus der 3a, die nun eine von 10.800 Klimabotschaftern seit 2012 i st.

SWB engagiert sich für ein sauberes Klima vor Ort

Klimaschutz ist eines der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs), die gerade im Rahmen der SDG-Tage in Bonn bekannter gemacht werden. Klingmüller wies deshalb auch nochmals auf die Fahrt der entsprechend gestalteten Klimastraßenbahn 62 als Partnerschaftsbahn am Fronleichnamstag hin. In den Bonner Partnerstädten La Paz und Cape Coast gibt es nämlich inzwischen auch Klimabotschafterinnen und -botschafter. Klimaschutz hat sich auch SWB auf die Fahnen geschrieben. Der lokale Versorger arbeitet beispielsweise daran, zunehmend nachwachsende Rohstoffe zu verwenden, und macht sich für klimafreundliche Mobilität und den Einsatz innovativer Technologien stark.

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