Fuhrpark und Mobilität
Soest - 11.06.2019
©Wilhelm Müschenborn/ Kreis Soest

Hilfsorganisationen übernehmen zwei KTW und ein NEF des Rettungsdienstes

Vor der Sitzung des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen am Dienstag, 11. Juni 2019, im Rettungszentrum des Kreises am Soester Boleweg haben die Ortsgruppe Erwitte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Ortsverband Soest im Deutschen Roten Kreuz (DRK) zwei beim Rettungsdienst ausgesonderte Krankentransportwagen (KTW) übernommen.

Dem Malteser Hilfsdienst (MHD) Geseke übergab der Kreis ein altes Notarzteinsatzfahrzeug (NEF).

Breits vor einem Jahr hatte der Ausschuss einstimmig den Grundsatzbeschluss gefasst, abgeschriebene und ausgesonderte Rettungsdienst-Einsatzfahrzeuge den Hilfsorganisationen im Kreis Soest als Anerkennung für die im Katastrophenschutz übernommenen Aufgaben in Zukunft bei Bedarf unentgeltlich zu überlassen. Die Umsetzung hatte sich aber verzögert, weil die neue KTW-Generation C1-Führerscheine verlangt, die von vielen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rettungsdienstes erst erworben werden mussten. So blieben die alten Fahrzeuge länger als ursprünglich geplant im Dienst.

Die im Rettungsdienst des Kreises Soest eingesetzten Fahrzeuge werden in einem mit den Krankenkassen als Kostenträger abgestimmten Verfahren entweder über die Laufleistung (im Regelfall 250.000 bis 300.000 Kilometer) oder nach Alter (sechs bis sieben Jahre) ausgesondert und ersetzt. Über diesen Zeitraum sind die Fahrzeuge haushaltstechnisch abgeschrieben und komplett über die Kostenträger refinanziert. Die Fahrzeuge sind dann auch für den täglichen Einsatz im Regelrettungsdienst nicht mehr sinnvoll und wirtschaftlich einsetzbar.

Durchschnittlich werden jährlich zwei Fahrzeuge ausgesondert. Interessant für die Hilfsorganisationen sind insbesondere die Krankentransportwagen. Die Rettungstransportwagen kommen nicht in Betracht, da bei diesen regelmäßig ein Kofferwechsel erfolgt und hier nur das Fahrgestell getauscht wird.

Die erste Übergabe ausgesonderter Einsatzfahrzeuge an die Hilfsorganisationen nahmen Ausschussvorsitzender Michael Luig, Vize-Ausschussvorsitzender Erwin Koch und Kreisdirektor Dirk Lönnecke gemeinsam vor. Die DLRG Erwitte wurde vertreten durch Hendrik Henneböhl (Leiter Einsatz), das DRK durch Kreisrotkreuzleiter Jörg Reinhold und der MHD Geseke durch Stadtgeschäftsführer Christian Feldmann und Pressesprecher Tim Tegetmeyer.

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