Wasser- und Abwasserwirtschaft
Berlin - 25.03.2019

Reaktion von Karsten Specht, VKU-Vizepräsident, zu den aktuellen Entwicklungen rund ums Düngerecht

Karsten Specht, Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), dessen Mitglieder rund 90 Prozent der Deutschen mit Trinkwasser versorgen:

„Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer eins. Die Sicherung der Ressourcen für die Trinkwasserversorgung muss an oberster Stelle stehen, wenn Gesetze und Verordnungen überarbeitet werden."

„Damit die Wasserversorger auch zukünftig einwandfreies Trinkwasser liefern können, ist es gut, dass die EU-Kommission mit Nachdruck darauf besteht, nitratbelastete Gebiete endlich zu sanieren. Die kommunale Wasserwirtschaft fordert seit langem, die Düngeverordnung so anzupassen, dass das Grundwasser als wichtigste Trinkwasserressource dauerhaft geschützt wird. Wir brauchen deutlich mehr Anstrengungen, um den Nitrateintrag in unsere Gewässer zu reduzieren. Alle Beteiligten müssen jetzt rasch handeln und die Vorgaben aus dem EuGH-Urteil zur Nitratrichtlinie umsetzen. Ansonsten besteht die Gefahr eines weiteren juristischen Verfahrens vor dem Europäischen Gerichtshof. Riskiert man das, drohen Strafzahlungen in Höhe von bis zu 860.000 Euro pro Tag. Das kann man keinem Steuerzahler erklären, der zudem noch die dann höhere Kosten für die Trinkwasserversorgung zu tragen hat, weil der Aufwand bei der Trinkwasseraufbereitung durch nitratbelastetes Grundwasser steigt. Kurzum: Wir brauchen ein wirksames Düngerecht.“

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Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)
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