Klimawandel, Lärmschutz, Nachhaltigkeit
Berlin - 19.10.2018

DNR: Klima & Energie

Überraschend für Umweltverbände haben die 28 europäischen Staats- und Regierungschefs am Donnerstag anerkannt, dass die EU-Klimaziele zur Erfüllung des Klimaabkommens von Paris überprüft werden müssen.

In ihren Schlussfolgerungen haben sie „Kenntnis genommen vom jüngsten Sonderbericht des Weltklimarats, in dem die negativen Auswirkungen des Klimawandels unmissverständlich bestätigt werden.“ Demnach müssen „die weltweiten Emissionen in allen Sektoren unbedingt reduziert werden“ sowie „weitere Maßnahmen für den Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel“ auf den Weg gebracht werden.

Weiter heißt es, dass auf der Weltklimakonferenz (COP24) im Dezember im polnischen Katowice „ehrgeizige und umfassende Regeln für die Umsetzung des Übereinkommens von Paris angenommen werden [müssen], und der Talanoa-Dialog sollte dazu führen, dass alle Vertragsparteien sich verpflichten, ihr Ambitionsniveau zu überdenken, und dass seine Ergebnisse als Grundlage für die Vorbereitung der national festgelegten Beiträge aller Parteien gemäß Artikel 4 des Übereinkommens von Paris dienen.“

Nach Auffassung von Wendel Trio, Direktor des Climate Action Network (CAN) Europe, gehen die Schlussfolgerungen des Europäischen Rates in die richtige Richtung. Trio betonte gleichzeitig, wie wichtig es sei, dass die EU jetzt ihre Klimaambitionen erheblich steigerte: 55 Prozent weniger Treibhausgasemissionen bis 2030 und Netto-Null-Emissionen ab 2040.

Für Ende November wird eine Mitteilung der EU-Kommission über die Anpassung der EU-Klimaziele erwartet.

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Deutscher Naturschutzring, Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen (DNR) e.V.
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