Kreislaufwirtschaft
Berlin - 13.09.2017

PAPIERATLAS-WETTBEWERB

In der Stadt Solingen und an der Universität Osnabrück schreibt und druckt man fast ausschließlich auf umweltschonendem Papier. Dafür wurden die Kommune und die Hochschule jetzt ausgezeichnet. 100 Städte und 39 Hochschulen hatten am 10. bundesweiten Papieratlas-Wettbewerb teilgenommen.

Bei der Preisverleihung in Berlin sprach Bundesumweltministerin Barbara Hendricks von einem ermutigenden Signal, dass immer mehr Städte und Universitäten auf umweltfreundliches Recyclingpapier mit dem Blauen Engel setzten. Damit übernähmen sie eine Vorbildfunktion.

Nachhaltige Beschaffungspolitik sei ein wichtiger Beitrag, um die globalen und nationalen Klimaschutzziele zu erreichen, so Hendricks weiter. "Sie tragen damit erheblich dazu bei, Energie und Wasser zu sparen und CO2-Emissionen zu senken." Die Ministerin hat die Schirmherrschaft über den "Papieratlas-Wettbewerb".

Recyclingpapier schont wertvolle Ressourcen. Dafür werden rund 60 Prozent weniger Energie und Wasser benötigt – bei gleicher Verwendungsmöglichkeit und Qualität.

Seit mehreren Jahrzehnten gibt es in Deutschland das Umweltzeichen Blauer Engel für Recyclingpapier. Der Blaue Engel berücksichtigt neben der Herkunft der Rohstoffe auch Umwelt- und Gesundheitsaspekte bei der Produktion und beim Einsatz der Papiere. Außerdem wird ein Anteil von 100 Prozent Altpapier gefordert. Recyclingpapiere mit dem Blauen Engel müssen hohe Anforderungen bei der Auswahl der eingesetzten Altpapiere erfüllen. Ein Einsatz von Chemikalien und Hilfsstoffen ist nur äußerst begrenzt zulässig.

Ressourcen schonen

Der Wettbewerb motiviert seit 2008 Städte und Gemeinden mit Recyclingpapier zu arbeiten und so Ressourcen zu schonen. Initiator und Organisator ist die "Initiative Pro Recyclingpapier" (IPR).

Entsprechend der jeweiligen Recyclingpapierquoten wird der ökologische Nutzen in den Bereichen Energie, Wasser und CO2-Emissionen dargestellt. Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern und kreisfreie Städte sind im Wettbewerb dazu aufgerufen, ihre Recyclingpapierquoten zu veröffentlichen.

Als beste Kommune setzte sich dieses Jahr die Stadt Solingen durch. Seit dem vergangenen Jahr werden im Wettbewerb auch Hochschulen ausgezeichnet. Die recyclingpapierfreundlichste Universität Deutschlands ist 2017 die Universität Osnabrück.

Nachhaltige Beschaffungspolitik fördern

Der Wettbewerb fördert eine nachhaltige Beschaffungspolitik in Deutschlands Kommunen und Hochschulen. So haben sich allein im Vorjahr rund 90 Prozent der deutschen Großstädte an dem Wettbewerb beteiligt.

Die durchschnittliche Recyclingpapierquote aller teilnehmenden Städte konnte dabei 2016 erstmals auf durchschnittlich 85 Prozent gesteigert werden. Die Siegerstädte können 100 Prozent Altpapiereinsatz vermelden.

Trend zu mehr Recyclingpapier

Die Initiative hat dazu beigetragen, den Einsatz von Recyclingpapierpapier mit dem "Blauen Engel" in den Kommunen in Deutschland erheblich zu erhöhen. Der Anteil der Städte, die komplett auf das Papier mit dem "Blauen Engel" umgestellt haben, hat sich seit dem ersten Wettbewerb 2008 bereits vervierfacht und der Trend zeigt weiter nach oben.

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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
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