Wirtschafts- und Personalnachrichten
Stuttgart/Frankfurt - 12.09.2017
Robert Bosch GmbH

Bosch-Geschäft profitiert vom Mobilitätswandel

Zwei Milliarden Euro Umsatz mit automatisiertem Fahren / Mobilitätssparte von Bosch steigert Umsatz 2017 um sieben Prozent / Bosch-Chef Denner: „Nicht nur bessere Autos bauen, sondern Mobilität neu denken. Bosch ist für die Mobilität von heute und morgen gut aufgestellt.“ / Marktdurchdringung der Elektromobilität nimmt weiter Fahrt auf

Bosch treibt den Wandel der Mobilität voran. Mit Lösungen für den Straßenverkehr von morgen wächst Bosch bereits heute doppelt so schnell wie der Markt. 2017 steigt der Umsatz des Unternehmensbereichs Mobility Solutions voraussichtlich um sieben Prozent auf rund 47 Milliarden Euro. Im selben Zeitraum steigt die weltweite Fahrzeugproduktion um 2,8 Prozent. „Unser Geschäft mit der Automobilindustrie legt weiter zu und bleibt stark – eine gute Basis, um uns für die Mobilität der Zukunft aufzustellen“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. Besonders dynamisch entwickelt sich derzeit das Geschäft mit Fahrerassistenzsystemen, der Vorstufe zum automatisierten Fahren. Hier wächst der Markt um 25 Prozent, Bosch sogar noch stärker. Bereits 2019 wird das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit Fahrerassistenzsystemen zwei Milliarden Euro umsetzen. Bis Ende des Jahres soll die Anzahl der Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung um fast zehn Prozent auf 48 000 steigen. Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – das sind die technischen Pfade hin zur unfallfreien, stressfreien und emissionsfreien Mobilität. „Es geht nicht nur darum, bessere Autos zu bauen. Wir müssen Mobilität neu denken“, so der Bosch-Chef weiter.

Bosch-Lösungen für unfallfreien, stressfreien und emissionsfreien Verkehr

Ob Staus, Unfälle, Luftverschmutzung oder Klimawandel – für die aktuellen und künftigen Herausforderungen des Straßenverkehrs hat Bosch bereits jetzt Lösungen und Services. „Wir müssen unsere Mobilität heute verändern, wenn wir morgen mobil bleiben wollen“, sagt Denner. Eine wichtige Aufgabe derzeit: die Luftqualität in Städten verbessern. Dazu beitragen will Bosch sowohl mit der weiteren Optimierung des Verbrenners als auch mit der Forcierung der Elektromobilität. „Für uns gibt es kein Entweder-oder. Wir wollen die technische Entwicklung offen halten und sie nicht auf einen Pfad beschränken“, sagt Denner mit Blick auf die aktuellen Diskussionen um Fahrverbote und die Zukunft von Verbrennungsmotoren. Wesentliche Fortschritte bei Emissionen und Immissionen von Verbrennungsmotoren können mit synthetischen Kraftstoffen, sogenannten eFuels erzielt werden. Diese werden mithilfe von regenerativen Energien erzeugt und können den Verbrenner CO2-neutral machen. Hinzu kommt, dass synthetische Kraftstoffe so designt werden können, dass sie praktisch rußfrei verbrennen. Damit lassen sich die Kosten der Abgasnachbehandlung reduzieren. „eFuels können mit bestehenden Tankstellen und vor allem mit aktuellen Motoren genutzt werden. Sie wirken dadurch schneller als eine komplette Erneuerung von Infrastruktur und Fahrzeugen“, sagt Denner.

Die weitere Marktdurchdringung der Elektromobilität nimmt Fahrt auf. Die neue eAchse von Bosch macht den elektrischen Antrieb effizienter und günstiger für Hersteller – und damit auch für jeden, der elektrisch unterwegs sein will. Für Anwendungen im Bereich der leichten Elektromobilität hat Bosch ein flexibles und leicht skalierbares 48-Volt-Antriebssystem auf Basis von serienerprobten Komponenten entwickelt. In China, dem weltweit größten Markt für Elektromobilität, ist Bosch bereits führend. In Europa liefert Bosch das Antriebssystem für die größte Elektroflotte, den Streetscooter der Deutschen Post.

Mit fahrerlosem Parken ebnet Bosch den Weg zum autonomen Fahren

Immer konkreter wird auch das automatisierte Fahren bei Bosch. Gemeinsam mit Daimler schickt der weltgrößte Automobilzulieferer bereits Anfang der nächsten Dekade hochautomatisierte Carsharing-Flotten auf die Straßen in Städten, um damit den Verkehrsfluss zu verbessern und zu mehr Sicherheit beizutragen. Laut einer weltweiten Umfrage wünscht sich jeder zweite Verbraucher solch ein selbstfahrendes Auto, das dem Fahrer Aufgaben abnimmt und durch den Verkehr steuert. Den ersten Schritt zum autonomen Fahren hat Bosch bereits gemacht: Ab Anfang 2018 suchen sich Autos im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart fahrerlos einen Parkplatz und parken ein. Das sorgt für weniger Stress – und effizientere Parkraumnutzung: Bis zu 20 Prozent mehr Fahrzeuge passen so auf die gleiche Fläche. Möglich wird das Automated Valet Parking mithilfe einer intelligenten Parkhaus-Infrastruktur von Bosch. „Bosch ist mehr als Auto. Wir nutzen die ganze technische Breite des Unternehmens, um innovative Mobilitätslösungen umzusetzen“, sagt Denner.

So einfach wie bei Smartphones: Software-Updates aus der Bosch-Cloud

Das gilt auch für die Vernetzung. In den nächsten fünf Jahren legt der Markt für vernetzte Mobilität jährlich um fast 25 Prozent zu: Damit steigt der weltweite Umsatz von 47 Milliarden auf 140 Milliarden Euro (Quelle: PwC). Wie kein zweites Unternehmen der Automobilindustrie verfügt Bosch über dafür benötigtes Know-how bei Sensoren, Software und Services. Schon heute sind 1,5 Millionen Fahrzeuge unter Verwendung von Bosch IoT Software vernetzt. Die Vernetzung von Fahrzeugen ermöglicht zahlreiche Mobilitätsservices. Das Auto wird zum persönlichen Assistenten. „Nur fahren war gestern. Indem wir es mit dem Smart Home und dem Büro verbinden wird das Auto zur dritten Lebensumgebung“, sagt Denner. Durch die Vernetzung werden Fahrzeuge bald den Werkstattbesuch digital erledigen: mit dem neuen Bosch-Service „Software-Update Over-the-Air“. Sicher und zuverlässig lassen sich damit – wie beim Smartphone – Daten im Fahrzeug aktualisieren oder zusätzliche Funktionen wie eine Parkplatz-Suchmaschine runterladen. Auch Fahrer können mit „Software-Update Over-the-Air“ künftig ihre Autos immer neu konfigurieren. Die Vernetzung geht bei Bosch weit über die Motorhaube hinaus. Mit Services wie dem eScooter-Sharing-Dienst Coup, der in Berlin und Paris den Stadtverkehr aufrollt, wird Bosch zum Mobilitätsdienstleister. Laut Studien wächst der Markt für Mobilitätsdienste jährlich um 28 Prozent weltweit (Quelle: McKinsey).

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