Wasser- und Abwasserwirtschaft
Dresden - 11.08.2017

Umweltminister informiert sich über Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Niederpöbel

Umweltminister Thomas Schmidt hat sich bei seinem Besuch im Osterzgebirge heute (11. August 2017) gemeinsam mit der Landtagsvizepräsidentin Andrea Dombois über den Stand der Arbeiten für das Hochwasserrückhaltebecken Niederpöbel informiert.

Seit dem Jahr 2014 laufen die Arbeiten für das 28 Meter hohe und auf der Dammkrone 200 Meter lange Absperrbauwerk, das nach seiner Fertigstellung im Hochwasserfall mehr als eine Million Kubikmeter Wasser des Pöbelbachs zurückhalten und so insbesondere den Hochwasserschutz für die Stadt Schmiedeberg sowie die Unterlieger entlang der Weißeritz darunter Obercarsdorf und Dippoldiswalde - verbessern soll.

„Rund 50 Millionen Euro investiert der Freistaat Sachsen hier in den Hochwasserschutz“, so der Minister. „An vielen Stellen, an denen wir Hochwasserschutzmaßnahmen bereits umgesetzt haben, hat sich ihre Wirkung schon gezeigt. Angesichts der Bilder, die im August 2002 aus dem leidgeprüften Weißeritztal um die Welt gingen - von zerstörten Straßen, Häusern, Ufermauern und den Gleisen der gerade erst jetzt wieder aufgebauten Weißeritztalbahn - kann es keinen Zweifel geben, dass sich diese Investition lohnt“.

Derzeit prägen umfangreiche Beton und Erdarbeiten das Bild im Pöbeltal. Der Staudamm, der als Steinschüttdamm mit einer Asphaltbetonkerndichtung ausgeführt wird, soll voraussichtlich im Jahr 2019 fertiggestellt werden. Eine Besonderheit ist, dass die Staatsstraße S 183 erhalten bleibt und durch den Damm hindurch führt. Die Durchfahrt muss bei Hochwasser mit aufwendigen technischen Einrichtungen verschlossen werden.

Sachsen hat seit dem Jahr 2002 rund 2,6 Milliarden Euro in den vorbeugenden Hochwasserschutz sowie in die Schadensbeseitigung an Gewässern insgesamt investiert. Bis zum Jahr 2023 sind weitere 630 Millionen Euro dafür vorgesehen.

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Freistaat Sachsen
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