Energiewende und Energieversorgung
Berlin - 18.05.2017

Am 24. Mai schließt Braunkohlekraftwerk Klingenberg

Das Abgeordnetenhaus in Berlin berät an diesem Donnerstag über eine Novelle des Berliner Energiewendegesetzes. Damit würde Berlin als erstes Bundesland das Ende der Kohleverstromung mit konkreten Terminen festschreiben.

Dazu sagt Viviane Raddatz, Referentin für Klima- und Energiepolitik beim WWF Deutschland:

„Berlin geht einen wichtigen Schritt voran, um endlich von der schädlichen Kohleverstromung weg zu kommen. Mit der Abschaltung von Klingenberg am 24. Mai wird Berlin braunkohlefrei. Schon die Abschaltung dieses einen Kraftwerks verringert den Treibhausgasausstoß um rund 1,3 Millionen Tonnen CO2 im Jahr. Das ist eine enorme Menge, aber längst nicht genug. Berlin muss sich nun um die verbleibenden Steinkohlekraftwerke kümmern. Dafür ist Novelle des Energiewendegesetztes so wichtig. Berlin kann damit eine Vorreiterrolle für Gesamtdeutschland einnehmen und beweisen: Die schnelle Abkehr von der Kohle ist möglich und nötig.

Die Bundesregierung tut sich mit dieser Erkenntnis noch  schwer. Dabei liegt es auf der Hand, dass Kohle keine Zukunft hat. Jedenfalls nicht, wenn man unser aller Lebensgrundlagen bewahren und schützen möchte. Der WWF Deutschland hat in der Studie „Zukunft Stromsystem“ bereits einen Weg aufgezeigt, wie ganz Deutschland endlich kohlefrei werden kann. Klingenberg darf nur der Anfang sein.“

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WWF Deutschland
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