Energiewende und Energieversorgung
Bremen - 21.04.2017
Abbildung 1: Übersicht der Altholzstoffströme

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Die auslaufende Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz wird die Markt- und Preisstruktur im Altholzmarkt in den kommenden Jahren massiv verändern. Da die Förderung der Altholzkraftwerke ab 2020 (20 Jahre nach der jeweiligen Inbetriebnahme der Altholzkraftwerke) endet, werden sich die Einnahmen aus der Stromerzeugung deutlich reduzieren, so dass für diese Anlagen ein weiterer wirtschaftlicher Betrieb gefährdet ist.

Im Rahmen der Studie wird die Entwicklung im Altholzmarkt bis 2030 – differenziert in drei Szenarien mit unterschiedlichen Annahmen – prognostiziert. Die Prognose erlaubt eine fundierte Abschätzung der zukünftigen Potenziale des Marktes. Zudem bietet die Studie Informationen über Rahmenbedingungen, Stoffströme und Verwertungswege sowie die Entwicklung des Wettbewerbs im deutschen Altholzmarkt.

Status quo und Stoffströme

Das Altholzaufkommen beträgt in Deutschland aktuell ca. 10,1 Mio. t pro Jahr. Dieses Aufkommen setzt sich im Wesentlichen aus Altholz aus der Holzverarbeitung, Holzverpackungen, Bau- und Abbruchholz und den Holzanteilen des Sperrmülls zusammen. Das Altholz wird zum größten Teil in Altholzkraftwerken energetisch verwertet (6,2 Mio. t/a). Die stoffliche Verwertung erfolgt fast ausschließlich in der Spanplattenindustrie. Diese Stoffströme, sowie die Wertschöpfungskette in der Abfallwirtschaft, zeigt die folgende Übersicht.

Marktentwicklung bis 2030

Der Vergleich der Entwicklung des Altholzaufkommens mit den Verwertungskapazitäten zeigt, dass in den kommenden Jahren weiterhin mit Verwertungsengpässen zu rechnen ist. Das leicht steigende Aufkommen von Altholz steht älter werdenden Altholzkraftwerken gegenüber, bei denen in steigendem Umfang (Ersatz-)Investitionen erforderlich werden. Zudem besteht eine hohe Unsicherheit, ob ein Betrieb der Altholzkraftwerke ohne EEG-Förderung möglich ist, so dass Investitionen in diese Anlagen mit großem Risiko verbunden sind. Dies führt bereits heute dazu, dass erforderliche Investitionen nicht immer getätigt werden und somit die Ausfallzeiten bei einigen Anlagen steigen. Die stoffliche Verwertung kann nur leicht ausgebaut werden, da nur unbehandeltes Altholz in diesem Verwertungsweg eingesetzt werden kann und somit das Potenzial begrenzt ist.

Das Referenzszenario zeigt, dass die höheren Preise, die im vergangenen Jahr bereits zu beobachten waren, sich etablieren und es somit dem Großteil der Altholzkraftwerksbetreiber gelingt, die Anlagen weiterhin wirtschaftlich zu betreiben, so dass die Kapazität nur gering sinkt. Möglich wird dies durch das weiterhin leicht steigende Altholzaufkommen, das dazu führt, dass die Kapazitäten für die Altholzentsorgung knapp bleiben und es teilweise zu Engpässen kommt. Zudem werden die Stillstandzeiten der Altholzkraftwerke zunehmen, da bei vielen Anlagen Modernisierungen erforderlich sind, um den zukünftigen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Das zusätzlich zu verwertende Altholz wird im Wesentlichen in Müllverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoffkraftwerken energetisch verwertet.

Fazit

Der Altholzmarkt wird sich, vor allem aufgrund des Auslaufens der EEG-Förderung ab 2020, in den kommenden Jahren massiv verändern. Dies führt zu einer deutlichen Verschiebung der Ertragsstruktur der Altholzkraftwerksbetreiber, die ohne EEG nur wirtschaftlich am Markt bleiben können, wenn sie ihre Einnahmen für die Annahme des Altholzes erheblich steigern.

Die 370 Seiten umfassende Studie ist ab sofort verfügbar und kann für den Preis von 4.500,00 Euro bei trend:research bezogen werden.

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